Monday, February 20, 2012

Microsoft schenkt Startups Azure-Nutzung im Wert von 60.000$

Microsoft präsentiert die eigene Cloud-Plattform Azure nun auch im Rahmen von BizSpark Plus (Windows Azure for BizSpark Plus). Ein Programm, das Startups unterstützen und die Azure-Plattform im Umfeld dynamischer Startups und Internetfirmen bekanntmachen soll.

Startups und Entwickler von neuen Apps sollen die Möglichkeit bekommen, mit Azure direkt eine komplett aufgebaute und vielseitig programmierbare Cloud Service Plattform nutzen zu können.

Experton hält den Grundgedanken der gezielten Unterstützung für Startups für durchweg positiv. Hier decken sich die Anforderungen der Entwickler mit dem Architektur- und Servicekonzept der Cloud-Plattform – anders als in vielen mittelständischen Unternehmen, wo der Bedarf an integrierten, schnell skalierenden IT-Ressourcen für Web- und Mobile Computing noch eher beschränkt ist.

Allerdings bleibt abzuwarten, welchen Cloud-Architekturansatz (PaaS versus IaaS) die Entwickler- und Startup-Community langfristig favorisieren wird. Der Azure-Ansatz einer hochintegrierten, gemanagten Plattform macht Sinn, wenn Entwickler möglichst wenig Administrationsaufgaben übernehmen wollen. Derzeit scheint es noch so, dass die Wahlfreiheit, die mit IaaS-Plattformen einhergeht, höher geschätzt wird und Entwickler das Zusammenspiel von OS, Middleware und Application gerne selbst steuern.

Da aber auch die Kosten ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium, gerade bei Entwicklung und Testing neuer Applikationen, darstellen, wird das BizSpark Plus-Angebot für viele Startups sehr interessant sein. Die Chance, Compute- und Storage-Ressourcen im Gegenwert von 60.000$ über einen Zeitraum von 1,5 Jahren in Anspruch nehmen zu können, schafft finanzielle Freiräume. Zudem profitieren die Startups von einem professionellen und hochsicheren Betrieb – was gerade bei Webanwendungen eine erfolgskritische Angelegenheit ist.

Teilnehmen können Startups, die sich über einen der BizSpark-Partner (Incubator, Accelerator, Startup-Programme) registrieren. In Deutschland wird das Programm in Kürze offiziell gestartet.

Thursday, February 9, 2012

Oracle will Taleo schlucken



Die Nachricht von der Übernahme von Successfactors durch SAP ist noch frisch, da holt Oracle zum Gegenschlag aus und versucht sich an einer Übernahme des Cloud-Anbieters für Talent-Management Taleo.

Neben der zeitlichen, gibt es noch weitere Parallelen im Zusammenhang mit den  beiden Übernahmen.

Als aller erstes fällt auf, dass beide Unternehmen es bisher nicht geschafft haben sich im Umfeld von Cloud Computing erfolgreiche Marktpositionen zu erarbeiten. Vor diesem Hintergrund sind diese Übernahmen auch zu sehen. Denn nur so lassen sich auch die sehr hohen Preise (bei Taleo mehr als das 6-fache des aktuellen Jahresumsatzes) erklären, die für die Akquisitionen zu bezahlen sind. Die Erkenntnis, es nicht aus eigener (Innovations-) – Kraft zu schaffen, ist beiden Unternehmen hoch anzurechnen. Sie wissen, dass sie nur durch Übernahmen zu ernsthaften Playern im Cloud Computing werden können.

Das freut zwar nicht unbedingt die Kapitalmärkte, da es viel Cash verschlingt, aber es erscheint trotzdem als sinnvoll. Zum einen sind es nämlich strategisch kluge Investitionen in die Zukunft, sie passen zum Portfolio beider Anbieter – und, wenn man ehrlich ist, häuft sich bei SAP und  Oracle aufgrund der exorbitanten Margen und Gewinne der Bargeldbestand. Da ist so eine Übernahme doch zukunftsträchtiger als die Ausschüttung an die Aktionäre.

Viele Journalisten und Zeitungen werden jetzt zwar wieder vom ewigen Kampf der beiden Rivalen schreiben und unterstellen, dass Larry Ellison diesen Kauf nur getätigt hat, um SAP zu ärgern. Dies werden aber wohl nur deutsche Publizisten und Marktbeobachter tun. Denn eigentlich ist Oracle SAP schon längst in Umsatz und Gewinn in andere Sphären entwischt.

Friday, February 3, 2012

"Cloud Vendor Benchmark 2012" - Start der Researchphase

Press Release_Experton Cloud Vendor Benchmark 2012

Thursday, February 2, 2012

Anbietervergleich "Cloud Vendor Benchmark 2012" geht in die 3.Runde

Experton Cloud Vendor Benchmark 2012_Info

Facebook Börsengang – was sind die Faktoren für den Erfolg des größten Social Networks unserer Zeit

Seit 2004 ist Facebook im Netz und plant nun, wie viele Soziale Netzwerke zuvor, den Börsengang, der wohl noch in dieser Woche offiziell angekündigt werden soll.
Welche Veränderungen hat die (IT-)Welt seit dem Start vor 7 Jahren durch Facebook erfahren?
Sheryl Sandberg, COO von Facebook, gibt an, dass Facebook selbst 3.000 Mitarbeiter beschäftigt und ca. 450.000 Jobs in den USA und Europa geschaffen hat, um z.B. Applikationen für das Social Network zu entwickeln.
Zusätzlich hat Facebook neue Standards in der Kommunikation, dem Datenaustausch, der ständigen privaten Vernetzung im Internet u.v.m gesetzt, indem sie Ideen umsetzten, an denen andere Entwickler zuvor gescheitert sind.
Die Vernetzung der Welt wurde durch Facebook in eine neue Form gebracht. Der Rang als größte Plattform im Internet scheint ihnen für die nächsten Jahre sicher. Das Ziel ist klar die Basis an Nutzern, die aktuell 800 Mio. User  beträgt weiter auszubauen.
Zu der einzigartigen Reichweite kommen kontinuierlich technische Neuerungen, die Facebook von anderen Plattformen abgrenzt. Der Algorithmus für den News-Feed, die App-Vielfalt und das gezielte Platzieren von Werbung sind wichtige Besonderheiten, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind.
Für den geplanten Börsengang erwartet Facebook nach eigenen Angaben rund 5 bis 10 Mrd. Dollar Einnahmen, was einem Börsenwert von ca. 75 bis 100 Mrd. Dollar entspricht.
Experton ist der Ansicht, dass der nun  zügig angestrebte Börsengang vielerlei Möglichkeiten für unterschiedliche Stakeholder bietet.
  • Der  Kreis der Anleger, der Facebook Aktien zeichnet kann profitieren, sofern Facebook noch Kurspotenzial besitzt. Angesichts der derzeit hohen Bewertung und dem hohen KGV wird es für Facebook allerdings schwierig, dieses Kurspotenzial auch zu realisieren. Weiteres Wachstum  rein aus Werbeeinnahmen zu generieren wird laut Experton nur schwer möglich. Vielmehr erscheint es  notwendig, die Angebote noch zu erweitern und zukünftig einen großen Teil des Umsatzes aus eCommerce und Mediadistribution (Verkauf/ Streaming von Filmen, Musik etc.) zu erlösen.
  • Schon heute profitiert der IT-Markt von der Erfahrungen und Best Practices seitens Facebook beim Betrieb großer Datacenter, wie das Open Compute Project zeigt. Zudem werden die neuen Finanzmittel aus dem Börsengang auch maßgeblich in Infrastruktur- und Technologieínvestitionen fließen, was einen nicht unbeträchtlichen stimulierenden Effekt auf die Gesamtnachfrage im IT-Markt (Server, Storage, Netzwerk) haben wird.
  • Zudem wird der Börsengang den Werbewert der Plattform sowie des Social Media Marketings neu definieren und festsetzen, wodurch Werbepartner und App-Entwickler profitieren.
  • Vor allem aber wird der IPO von Facebook den Gründern und Anteilseignern eine Menge Geld in die Tasche spülen und zeigt widerum wie das US-amerikanische Venture Capital Modell neue Global Players hervorbringt.