Friday, June 17, 2011

Das Google Chromebook – netter Versuch

Nach langer Wartezeit ist es demnächst soweit – das Google Chromebook ist ab Ende Juni auch in Deutschland zu haben.

Google hat große Erwartungen geweckt und für kurze Zeit hatte man die Hoffnung, dass es endlich eine wirkliche Alternative auf dem Notebookmarkt geben könnte, die Microsoft dazu zwingen würde, insbesondere seine Preis-Strategie anzupassen.

Attraktiver Preis, schnelles Booten, lange Akkulaufzeiten und ein konsequentes Setzen auf Cloud-Technologien. So ist es auch gekommen. Nur leider muss man sagen, dass etwas zu konsequent auf die Cloud gesetzt wurde. Bilder bearbeiten, Dateien entpacken? All das kann nicht lokal, sondern nur in der Wolke geschehen. Und das setzt umständliches Hochladen großer Dateimengen voraus.

Überhaupt ist es nicht vorgesehen auf dem Chromebook lokale Anwendungen laufen zu lassen, was einerseits aus Performance- und Security-Gründen sinnvoll ist, vielen Anwendern aber dennoch nicht passen dürfte. Ein Flop also? Das wohl nicht, aber auf keinen Fall das notwendige Konzept um aktuell den Markt aufmischen zu können und wirklichen Druck auf den Wettbewerber Microsoft auszuüben. Information Worker wollte Google so oder so nicht mit dem Chromebook adressieren, aber auch beim „normalen“ Privatanwender werden wohl schnell Zweifel aufkommen, ob das Konzept wirklich praktikabel ist.

Vielleicht ist das Chromebook mit seiner allzu konsequenten Ausrichtung auf das Internet aber auch nur seiner Zeit voraus. Und das ist zwar schön, aber den Absatzzahlen meist nicht zuträglich.