Wednesday, December 15, 2010

ICT Marktentwicklung 2010 – Prognose der IT Budgets 2011

In den letzten Wochen wurden erste Analysen zur Entwicklung des IT-Marktes 2010 und Ausblick auf die nächsten Jahre gegeben. So hat Gartner auf ihrer Jahreskonferenz in Cannes angegeben, dass weltweit die IT-Ausgaben in 2010 um 1,1% gestiegen sind, Europa aber stark hinterherhinkt (2010: -2,1%, 2011: +1,3%). (Quelle: Computerwoche)

Aus Sicht der Experton Group ist diese Einschätzung nicht nachvollziehbar – eventuell wurde ein „kleines germanisches Dorf“ in der Mitte Europas mit immerhin 82 Mio. Einwohnern und über 3 Mio. Unternehmen mit einem signifikanten Einfluss auf den europäischen Gesamtmarkt nicht ganz richtig eingeschätzt.

Die Einschätzung zur ICT Marktentwicklung und -prognose 2010/2011 für Deutschland wurde von der Experton Group bei der Jahreskonferenz „Expertonale“ Anfang November kommuniziert und diskutiert.

Die einzelnen Marktsegmente entwickeln sich dabei durchaus unterschiedlich. Hardware kann nach dem starken Einbruch in 2009 erstmals wieder ein leichtes Wachstum verzeichnen, Software Lizenzen und Wartung entwickelt sich moderat positiv und der durch Projektgeschäft und Outsourcing gekennzeichnete Services Markt steigt mit 
+ 4,5% überproportional stark.

IT-Markt Deutschland (Wachstum in %)
 09/08
 10/09
Hardware
-8,9%
+1,1%
Software
-4,0%
+2,1%
Services
-2,1%
+4,5%
Total
-4,4%
+3,0%
Quelle: Experton Group 

Der IT-Markt ist aktuell aber auch von starken Veränderungen der Budget-Verteilung betroffen. Dies betrifft insbesondere eine deutliche Kürzung der zentralen IT-Budgets nach dem Krisenjahr 2009 und der starken Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung zum Jahresanfang. Andererseits haben sich die dezentralen IT-Ausgaben im Laufe des Jahres stark erhöht und dem wirtschaftlichen Aufschwung schnell angepasst. 

Für 2011 erwarten wir ein gespaltenes Bild: in Unternehmen, für die IT ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfung ist, werden die zentralen Budgets wieder stärker erhöht und damit die Wichtigkeit des IT-Bereiches weiter unterstrichen. Unternehmen, für die IT vermeintlich weniger wichtig ist, werden versuchen, Kosteneinsparungen weiter voran zu treiben.

Andreas Zilch, Lead Advisor der Experton Group: „Insgesamt sehen wir die Entwicklung des IT-Marktes und der IT-Budgets in Deutschland 2010 und 2011 sehr positiv. Strategisch müssen die Unternehmen darauf achten, dass Konsolidierungs- und Standardisierungsbemühungen nicht durch die Entwicklung zu dezentralen IT-Budgets unterlaufen werden. Dazu muss der IT-Bereich kundenorientiert agieren, aber auch über die notwendige Governance verfügen.“

Friday, December 3, 2010

Die Browser-Dekade steht bevor

Der Browser zählt: Immer mehr Anwendungen in Unternehmen laufen über den Browser, doch IT-Entscheider unterschätzen dessen Bedeutung.

Noch haben viele IT-Verantwortliche den Browser nicht auf der strategischen Agenda. Lediglich 19% der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben eine zentrale Browserstrategie definiert. Eine Browserstrategie legt alle Aktivitäten im Rahmen der Auswahl und des Einsatzes von (unterschiedlichen) Browsern im Unternehmen fest. Hierzu zählen insbesondere die Themen Testen, Definition der Sicherheitsanforderungen, Deployment und Management sowie Aktualisierungszyklen. Bei allen Aktivitäten gilt es zwischen Komfort für den Anwender, Sicherheit und Administrierbarkeit abzuwägen
Diese Zurückhaltung bei der Beurteilung der strategischen Bedeutung des Themas ist durchaus kritisch. Die Bedeutung des Browsers im Alltag der Unternehmensanwender hat sich nämlich in den letzten drei bis fünf Jahren wesentlich verändert. Browser haben sich in vielen Unternehmen als Frontend für zahlreiche Business -Anwendungen etabliert: Portallösungen, CRM- oder ERP-Systeme nutzen den Browser als Intermediär zwischen Mensch und Maschine. Aber auch die Sicherheit der IT-Systeme wird maßgeblich durch den Browser bestimmt. Veraltete Versionen sind genauso Einfallstor für Viren & Co. wie schlecht gemanagte aktuelle Produktgeneration und Multi-Browser-Umgebungen.



Nutzertypen
Bei über 80 Prozent der Unternehmen wird zentral über den Einsatz von Browsern entschieden. Dabei entscheiden 70 Prozent der Befragten zentral für das gesamte Unternehmen. Entscheidungen auf Abteilungs- oder Arbeitsgruppenebene sind die Ausnahme. In den Unternehmen ist der Internet Explorer von Microsoft noch immer die klare Nummer 1. Jedoch wird der Marktführer von Firefox kurzfristig und von Google Chrome und Apples Safari langfristig herausgefordert. Die Experton Group hat im Rahmen der durchgeführten Analysen unterschiedliche Nutzertypen identifiziert. So setzen über 71 Prozent der befragten Unternehmen auf Microsofts Internet Explorer (IE) als Standard, während der Firefox-Browser in 25 Prozent der Unternehmen als Standard eingesetzt wird. Weitere Browser wurden von den Teilnehmern nicht in nennenswerter Größe bzw. Umfang als Standard genannt.

Ausblick & Empfehlungen

Die Bedeutung des Browsers wird in vielen Unternehmen oftmals noch unterschätzt. Dabei entwickelt sich der Browser zu einer zentralen Lösungskomponente innerhalb der Unternehmens-IT. Die Produktivität der IT-Anwender im Unternehmen hängt auch vom Zusammenspiel von Anwendung und Browser ab. Die Tendenzen, zunehmend Cloud- und Webservices in die Arbeitsprozesse einzubeziehen, wird auch die Bedeutung des Browser im Unternehmen zukünftig beeinflussen. Die Ära von Cloud Computing und Web Services wird auch die Dekade der Browser.

Die vollständige Research Note finden Sie unter:
www.experton-group.de/fileadmin/experton/mailings/Experton_Group_XPG_Research_Note_Browser_Matters_Final.pdf

Thursday, December 2, 2010

IT muss 40 Prozent Energie sparen - Insights aus dem Green IT Assessment der Experton










Marco Reinhardt, verantwortlicher IT-Manager vom Dienstleistungszentrum Informationstechnik bei der Bundesanstalt für Wasserbau, Teil des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, berichtet in einem Interview des CIO-Magazins ausfürlich über seine Teilnahme am GrennIT-Assessment der Experton Group. Wolfgang Schwab, Senior Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure erläutert die Struktur, Inhalte und Vorgehensweise des Assessments und zeigt, wie IT-Anwender erste Schritte in Richtung energieeffiziente IT-Infrastrukturen gehen können.